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Geschichte von Proceq - 65 Jahre Integrität, Innovation und Technologie

Branchenführer von Anfang an

1954 – Die Erfolgsgeschichte von Proceq nimmt am 8. April 1954 in Zürich (Schweiz) ihren Anfang. Antonio Brandestini, der Gründer von Proceq, war in der Baubranche bereits als Mitbegründer des BBR Network, bekannt, das damals und auch heute noch der weltweit führende Verbund von Spezialbauunternehmen ist.

Mit dem von dem Physiker Ernst O. Schmidt patentierten Original Schmidt Rückprallhammer bringt Proceq sein erstes bahnbrechendes Produkt auf den Markt. Schmidt hatte sich aufgrund der Integrität und hohen Produktqualität, für die Brandestini bekannt war, für die Zusammenarbeit mit Proceq entschieden.

1955 – Mit dem Original Schmidt Rückprallhammer halten neue Verfahren zur Beurteilung der Druckfestigkeit und Homogenität von Beton auf dem Markt Einzug. Diese neuen Verfahren werden schon bald von der ASTM International als De-facto-Industriestandard anerkannt..

Bis heute ist der Rückprallhammer (auch als Schmidt Hammer und Swiss Hammer bekannt) das weltweit am häufigsten eingesetzte Instrument zur zerstörungsfreien Prüfung (NDT) von Betonstrukturen. Aus dem ehemaligen Original Schmidt ist mittlerweile eine komplette Produktfamilie geworden, mit der sich von hoch festem Beton bis hin zu weicheren Materialien wie Gips einfach alles analysieren lässt. Teil dieser Produktfamilie sind u. a. auch der RockSchmidt ein Prüfhammer zur Beurteilung von Fels, und der PaperSchmidt das Prüfgerät für Papier und Folie. 

1965 – Proceq eröffnet seine erste Zweigstelle in Lausanne, in der französischsprachigen Schweiz. Dies ist gleichzeitig auch der Startschuss für eine weltweite Expansion des Unternehmens. Heute unterhält Proceq ein internationales Netzwerk aus Hunderten von Vertriebs- und Service-Niederlassungen und ist auf allen Kontinenten vertreten. 

1973 – Proceq bringt das original Profometer, auf den Markt, das weltweit völlig neue Massstäbe setzt, was die Erkennung von Bewehrungsstäben sowie die Messung der Betondeckung und des Durchmessers von Bewehrungsstäben anbelangt.

Neue NDT-Lösungen für Metalle, Beton und Papierrollen

1975 – Proceq hält im grossen Stil Einzug auf dem Markt für Metallprüfgeräte - mit der Einführung des Equotip, dem ersten tragbaren Gerät zur zerstörungsfreien Härteprüfung von Stahl, Eisen, Messing, Aluminium und anderen Metallen. In den vier Jahrzehnten, die seit seiner Einführung vergangen sind, wurde der Equotip zu einer ganzen Serie von innovativen Produkten ausgebaut, die eine einfache und genaue Prüfung von Metallen ermöglichen. Das schliesst sogar wärmebehandelte und kratzfeste Oberflächen ein.

Vor Einführung des Equotip liess sich die Härte von Metallen nur im Labor ermitteln, wo man Proben zerstörenden Prüfungen unterzog und aus den Ergebnissen statistische Erkenntnisse ableitete. Mit der Einführung des Equotip wurde es möglich, umfangreichere Prüfungen direkt vor Ort und zerstörungsfrei durchzuführen, was Zeit und Geld spart und gleichzeitig genauere Ergebnisse liefert.

1977 – Der bei Proceq tätige Wissenschaftler Dietmar Leeb veröffentlicht ein Dokument, in dem er den revolutionären Härteprüfungsansatz des Equotip erläutert, den er zusammen mit Marco Brandestini, dem Sohn des Gründers von Proceq, entwickelt hat. Bis heute ist die Rückprall-Härteprüfung nach Leeb die Standardmethode zur Messung der Härte einer breiten Palette von Metallen und häufig wird der Name "Equotip" sogar verwendet, wenn man sich ganz allgemein auf Rückprall-Hämmer nach Leeb bezieht.

1981 – Die NASA setzt den Equotip zur Untersuchung von Skylab-Teilen ein, die in Südwest-Australien gefunden wurden.

1987 – Proceq führt den Canin ein - ein Gerät zur Korrosionsanalyse und Vorläufer des heutigen Profometer Corrosion.

1988 – Proceq bringt mit dem Torrent ein Gerät zur Prüfung der Luftdurchlässigkeit von Beton auf den Markt. Dieses Gerät zur Vor-Ort-Beurteilung von Beton zeichnet sich durch eine innovative Zweikammer-Vakuumzelle aus.

1989 – Proceq bietet mit dem Parotester, der mittels Rückpralltechnologie die Härte von Papierrollen ermittelt, das erste Produkt für die Papierindustrie an. Heute hält Proceq zwei wesentliche Produkte für die Papierindustrie bereit: den PaperSchmidt einen integrierten Rückprallhammer zum Testen von Rollenprofilen, und den Equotip 550 Leeb U, den Nachfolger des Parotester, der zur Analyse von langen Rollen, dünnen Folien und Filmen entwickelt wurde.

Weltweites Wachstum und bedeutende Weiterentwicklungen an der Schwelle zum digitalen Zeitalter

1990 – Der Digi-Schmidt, der Nachfolger des Original Schmidt, ist der erste Rückprallhammer mit digitalem Display, auf dem Einstellungen und Testergebnisse angezeigt und gespeichert werden können. 

1994 – Proceq erhält - in Anerkennung des kontinuierlichen Strebens des Unternehmens nach höchster Qualität - die ISO 9001-Zertifizierung.

2001 – Um seinen US-Kunden näher zu sein, gründet Proceq eine Niederlassung in den USA und damit die erste Tochtergesellschaft ausserhalb Europas.

2004 – An seinem 50. Geburtstag steht Proceq kurz vor der globalen Expansion. Die Erfahrung in den USA hat gezeigt, wie wichtig Vertriebs-, Schulungs- und Support-Niederlassungen direkt beim Kunden vor Ort sind. Mittlerweile verfügt das Unternehmen über eine weltweite Kundenbasis. Daher gründet Proceq gegen Ende des Jahrzehnts umfassend ausgestattete Schulungs- und Support-Einrichtungen in Singapur, China, Grossbritannien, Russland, Brasilien und im Mittleren Osten. 

Gleichzeitig zieht der Firmenhauptsitz von Proceq in ein neues Gebäude um, das sich direkt neben dem Proceq Logistikcenter in Schwerzenbach befindet. Diese räumliche Nähe macht das Entstehen eines in höchstem Masse produktiven Teams aus Ingenieuren möglich, das von der Geschäftsleitung umfassend unterstützt wird, um innerhalb kürzester Zeit innovative Produkte zu entwickeln und auf den Markt zu bringen. 

2006 – Proceq führt mit dem Equotip Piccolo, ein vollständig portables Metallhärteprüfgerät ein, das über einen innovativen Mechanismus zum Laden und Auswerfen verfügt, wodurch sich die Benutzerfreundlichkeit erhöht und Messvorgänge beschleunigt werden.

2007 – Proceq führt den SilverSchmidt, ein, einen Rückprallhammer mit elektronischem Display, der den Rückprall-Koeffizienten misst und automatisch in Druckfestigkeit konvertiert. Weitere Produkteinführungen in diesem Jahr sind u. a. Equotip 3 und Equotip Bambino.

2008 – Proceq gelingt mit dem Profoscope, einem handlichen Betondeckungsmessgerät mit integriertem Display und Erkennungsfunktion, ein weiterer Knüller. 

Technologieführer im Bereich der Ultraschall- und Haftzugprüfgeräte

2009 –  Proceq baut mit der Übernahme von CNS Farnell Limited, dem Hersteller der berühmten Pundit-Ultraschalltestgeräte und anderer Qualitätsprüfgeräte, sein Portfolio weiter aus.

2010 – Proceq bringt das Widerstandsmessgerät Resipod das heute in Verkehrsabteilungen weltweit eingesetzt wird, das Feuchtemessgerät Hygropin das Ultraschallgerät Zonotip zur Dickenmessung und das Metallhärteprüfgerät Equostat 3 auf den Markt.

2011 – Proceq setzt mit der Markteinführung des Pundit Lab+ Ultraschall-Impulsgeschwindigkeitsmessgerätes erneut Branchenmassstäbe.

2012 – Es kommt zu einer ganzen Reihe neuer Produkteinführungen, darunter die Resipod-Lösung zur Messung des elektrischen Widerstands von Beton und die Proceq DY-2 Produktfamilie aus vollständig automatischen Haftzugprüfgeräten. Ausserdem wird das Portfolio der Schmidt-Hämmer weiter ergänzt. 

2013 – Proceq bringt den Carboteq, auf den Markt, das weltweit erste Gerät zur präzisen Anzeige des Verschleisszustands von Carbon-Keramik-Bremsscheiben. Dabei handelt es sich um das erste Produkt des Unternehmens, das speziell für den Aftermarket der Automobilbranche entwickelt wurde. 

2014 – Proceq übernimmt erneut eine Vorreiterrolle in der Branche und führt die Touchscreen-Technologie für zerstörungsfreie Prüfungen ein - die ersten damit ausgestatteten Geräte sind das neue Ultraschallprüfgerät Pundit 2 und das hochmoderne Betondeckungsmessgerät Profometer 6.

Die Revolution in der Infrastrukturverwaltung: Tectus Dreamlab und die Screening-Eagle-Plattform

2016 – Proceq sorgt erneut für branchenweites Aufsehen, als das Unternehmen innovative Instrumente vorstellt, die kabellose Prüfköpfe, Apps und mobile Technologie sowie eine Cloud-Plattform nutzen, um ein IoT (Internet of Things)-Netzwerk zu bilden. Doch damit nicht genug, denn all diese Instrumente sind ausserdem auch darauf ausgelegt, in einer funktionsübergreifenden Plattform mit der Bezeichnung Screening Eagle eingesetzt zu werden.

Screening Eagle wurde von Tectus Dreamlab, einem Greenfield-Unternehmen der Tectus Group entwickelt. Hinter der Entwicklung von Screening Eagle stehen die umfassenden Erfahrungen, die in den Bereichen Engineering, Bau, Internet of Things und in der Branche für digitale Daten gewonnen wurden. Auf diese Weise wurde eine bahnbrechende Plattform geschaffen, die während des gesamten Lebenszyklus einer Anlagenkomponente umfassende Daten zu dieser Komponente bereitstellt.

Durch diesen neu eingeschlagenen Weg bietet sich Proceq die Möglichkeit, eine Vielzahl innovativer Technologien zu nutzen. Dazu gehören beispielsweise Virtual und Augmented Reality, 3D-Visualisierung, mobiles und Cloud-Computing sowie künstliche Intelligenz (KI), damit Wertermittlung und Zustand von Betriebsmitteln nicht länger auf Spekulationen und Schätzungen beruhen.

In den nächsten Jahren wird Proceq in der Lage sein, der NDT-Branche durch diese neuen Technologien Innovationen in nie da gewesenem Ausmass anzubieten.

Gleichzeitig strebt Proceq aktiv danach, neue Partnerschaften einzugehen. So ist Proceq beispielsweise eine strategische Partnerschaft mit dem britischen Unternehmen Sonatest Ltd. - einem grossen Hersteller für moderne Ultraschallausrüstung - eingegangen, um an der Entwicklung von modernen Materialprüfungslösungen zusammenzuarbeiten, die sich an eine grössere Bandbreite von Branchen richten.

Der Anbruch einer neuen Ära: KI und 3D-Tomografie als Mietlösungen

2017 – Proceq bringt eine Reihe neuer Produkte auf den Markt. Zu den innovativsten Produkten gehören Proceq GPR Live, eine einzigartige Bodenradartechnologie, die völlig neue Massstäbe in der Radarprüfung von Betonstrukturen setzt, und der Tomografie-Scanner Pundit Live Array Pro der mithilfe von Ultraschallwellen Tiefenscans an Betonstrukturen ermöglicht.

Weitere neue Produkte im "Live"-Portfolio sind u. a. das Equotip Live UCI Härteprüfgerät und der Original Schmidt Live Rückprallhammer.

2018 – Proceq übernimmt das Schweizer Unternehmen Zehntner GmbH Testing Instruments, einen führenden Hersteller von Retroreflektometern und anderen Produkten zur Prüfung von Strassenoberflächen, durch die ein entscheidender Beitrag zur Verkehrssicherheit geleistet wird. Darüber hinaus ist Zehntner auch für seine Glanzmessgeräte und andere Laborgeräte bekannt, die aufgrund ihrer hohen Qualität und Messgenauigkeit weltweit einen hervorragenden Ruf geniessen. Durch diese Übernahme diversifiziert Proceq nicht nur sein Produktangebot, sondern gewinnt auch Experten für optische Technologie hinzu. 

Als weiteres Novum in diesem Jahr beginnt Proceq, Hardware-as-a-Service (HaaS)-Mietlösungen für seine Live-Produkte anzubieten. Dadurch sind alle Prüflösungen skalierbar. So sind Unternehmen, die sich auf zerstörungsfreie Prüfungen spezialisiert haben, beim Wachstum keine Grenzen mehr gesetzt. Doch 2018 brachte noch mehr, denn Proceq führte in diesem Jahr auch zum ersten Mal eine Augmented Reality-Lösung für die NDT-Branche ein. 

2019 – Proceq wird seine Spitzenreiterposition in der NDT-Branche auch weiterhin ausbauen - mit völlig neuen Produktlösungen und dem Vordringen in neue Technologie- und Anwendungssegmente. Das Jahr wird im Proceq & Screening Eagle Global Summit 2019 gipfeln, zu dem Proceq seine Kunden, Geschäftspartner und Stakeholder aus aller Welt einlädt, um Zeugen der Markteinführung zahlreicher neuer Produkte zu sein.

Ausserdem erweitert Proceq zu Anfang des Jahres seine ISO 9001-Zertifizierung auf das Produktportfolio von Zehntner und setzt seine Suche nach Talenten und Spezialisten fort, die die ambitionierten Pläne des Unternehmens unterstützen.